Der amerikanische Fußchirurg Dr. Rothbart hat eine wichtige genetisch bedingte und in Europa bislang fast gänzlich unbekannte Fußanomalie entdeckt: Der erste Zeh (der große Zeh) ist bei der Mehrzahl aller Menschen im Verhältnis zum zweiten Zeh zu kurz und verdreht sich reflektorisch um seine Achse. Häufig ist diese Anomalie mit dem sogenannten Mortons Fuß kombiniert. Hierbei handelt es sich um einen zu großen Abstand zwischen dem ersten und zweiten Zeh plus relativ zu kurzer großer Zeh. Beim Rothbarts Fuß verdreht sich reflektorisch der große Zeh (besser gesagt der Mittelfußknochen des großen Zehs, hier liegt das eigentliche Übel) und das Grundgelenk des großen Zehs bekommt keinen genügenden Bodenkontakt. Dies wiederum hat eine veränderte Fußstellung zur Folge. Beim Laufen knickt bei der Mehrheit der Menschen mit einer Rothbart-Anomalie der Fuß nach innen in eine sogenannte Überpronation. Andere wiederum laufen, um das Wegknicken nach innen zu verhindern, verstärkt über die Fußaußenkante. Beide Varianten führen zu Fehlstellungen sowohl in den Knie- als auch in den Hüftgelenken und den Kreuz-Darmbeingelenken (den Ileo-Sakralgelenken). Sind die Ileo-Sakralgelenken nicht in Balance, gibt es wiederum Dysbalancen an der Halswirbelsäule, den Schultergelenken, dem Kiefergelenk usw. Außerdem werden die Bandscheiben der unteren Lendenwirbelsäule übermäßig strapaziert, was wiederum zu Bandscheibenproblemen führt. Herkömmliche Orthesen (Einlagen) und in die Schuhe eingebaute Verstärkungen, wie sie zum Beispiel in Joggingschuhen zu finden sind, schaffen hier leider keinerlei Abhilfe. Sie bieten zwar während des Stehens eine Unterstützung, beim Laufen jedoch versagen sie, da sie den ungenügenden Bodenkontakt des ersten Zehs nicht verbessern!

 

Dr. Rothbart hat sich jahrzehntelang mit diesem Problem beschäftigt und die Posture Control Insoles (PCIs) entwickelt. Diese haben mit herkömmlichen Einlagen nichts gemein. Sie verschaffen dem ersten Zeh den notwendigen Bodenkontakt für ein normales physiologisches Abrollen des Fußes. Die Fußstellung normalisiert sich und damit auch die Stellung der Knie, Hüften usw. Die PCIs sind bis auf wenige Ausnahmen für fast alle Menschen, sogar Kinder, geeignet. Sie können über ein paar einfache Tests selbst herausfinden, ob sie von den PCIs profitieren können.

 

Schauen Sie sich Ihre Füße an. Ist der erste Zeh gleichlang oder sogar kürzer als der zweite Zeh? Ist der Abstand zwischen erstem und zweitem Zeh größer als der Abstand zwischen den übrigen Zehen? Sind ihre Schuhe unregelmäßig abgelaufen? Wenn Sie nur eine Frage bejahen können, dann könnten Ihnen PCIs dabei helfen, gesünder zu werden. Sie passen in beinahe jeden Schuh und halten circa ein Jahr. Die Kosten liegen bei 65 Euro pro Paar zuzüglich 20 Euro für die Anpassung und Testen der richtigen Höhe. Falls Sie noch nicht bei mir in Behandlung waren ist vorab noch eine Behandlung notwendig, um größere Wirbel- und/oder Beckenfehlstellungen (ein Bein kürzer als das andere?) zu korrigieren. Wichtig: Falls sie einen stark ausgeprägten Rothbart/Mortons Fuß haben, die sehr dicke PCIs notwendig macht, müssen Sie wahrscheinlich mit einer geringeren Stärke beginnen, um den Bewegungsapparat nicht zu überfordern! Das heißt, Sie benötigen nach circa zwei bis drei Monaten ein neues Paar PCIs. Außerdem hat es sich als günstig erwiesen, nach dieser Zeit noch eine chiropraktische Behandlung durchzuführen. Die Körperstatik verändert sich durch die PCIs!

 

Einige ergänzende Informationen finden bekommen sie noch unter www.lauf-haltung.de

Posture Control Insoles (PCIs)